Lesen gefährdet die Dummheit!

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Ich möchte Dir heute von einem Traum, den ich vor kurzem hatte, erzählen. In diesem Traum befragte ich die verschiedensten Menschen über Ihr Leseverhalten…

Meine erste Frage in diesem Traum war: »Können Sie lesen?«

Natürlich antwortete die große Mehrheit mit einem eindeutigen »Ja«!

Allerdings bekam ich auch eine sehr interessante Antwort: »Etwa vier Millionen Erwachsene in Deutschland können trotz Schulbesuchs nur wie ein 1.- oder 2. Klässler lesen und schreiben und viele schweigen darüber aus Scham.« Als ich das hörte, dachte ich sofort an das folgende Zitat, dessen Urheber mir leider nicht bekannt ist:

»Der, der lesen kann und es nicht tut,
ist ärmer dran als der, der nicht lesen kann!«

Meine nächste Frage war: »Wie viele Bücher lesen Sie pro Jahr?«

Die erschreckende Antwort des Großteils der Befragten darauf war: »Bücher lesen? Das letzte Buch habe ich in der Schule gelesen, weil ich dort immer wieder dazu gezwungen worden bin!«

Die wohl beeindruckendste Antwort der Befragten, die ich zu hören bekam, war: »Lesen ist blöd und Fernsehen macht viel mehr Spaß!« Besonders die Kinder von heute sind immer weniger für die gedruckte Form der Unterhaltung zu begeistern. Trickfilme und Kindersendungen sind allerdings passive Medien, die keinerlei Anforderung an das Gehirn der noch jungen »Konsumenten« stellen. Das gilt übrigens auch für ein erwachsenes Gehirn! Anders ausgedrückt könnte ich auch sagen: »Fernsehen verblödet!«

Vollkommen schockiert fragte ich: »Warum haben Sie überhaupt lesen gelernt, wenn Sie es dann nicht tun?«

Die Ausreden waren sehr vielfältig. Doch eine hat mich ganz besonders beeindruckt: Eine ungefähr 20-jährige, junge Frau sagte: »Ich habe lesen gelernt, damit ich, wenn ich in dann endlich in Rente bin, Kreuzworträtsel lösen kann!«

Das war die Antwort frei nach dem Lebensmotto: »Geboren 1998, gestorben 2018, beigesetzt 2078!«

Es ist schade, das ein Buch nicht mehr als Abenteuer, sondern als Aufgabe gesehen wird, die es zu bewältigen gilt. Lesen als Freizeitbeschäftigung gerät immer mehr in den Hintergrund und ein Kind, das aus Begeisterung zu Büchern greift bleibt der Wunschtraum vieler Eltern. Dabei ist das Lesen die Grundlage des Lebens. Ein gutes Buch eröffnet dem Leser neue und spannende Welten. Während der Leser gedruckte Abenteuer »durchlebt«, wird er ganz unbemerkt in einem umfassenden Maß gefordert und gefördert. Wortschatz, Sprachgebrauch und Konzentrationsfähigkeit sind wichtige Faktoren, die durch aktives Auseinandersetzten mit der Schrift gebildet und gefördert werden. Ausdrucksmöglichkeiten und Kommunikationsvermögen werden durch das Lesen erweitert und trainiert. Kommunikation ist Übungssache und wichtige Vorraussetzung über Fehler und Probleme reden zu können. Diese Fähigkeit ist im Leben besonders wichtig. Ist ein Mensch in der Lage sich zu artikulieren, kann er bei Verständnisproblemen letztendlich die richtigen Fragen stellen…

Wer liest, weiß mehr. Lesen bildet und lässt den Horizont größer werden. Durch Bücher erfährt jeder mehr über andere Menschen, Länder, Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen. Wissen macht schlau und hilft, eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Lesen ist die Vorraussetzung dafür, sich Wissen selbst anzueignen, denn Lesen ist die Grundlage jedes menschlichen Lebens. Ohne die Kunst, Buchstaben zu einem sinnvollen Satz zu verbinden, ist ein eigenmotiviertes Leben nahezu unmöglich, denn sich selbst Wissen anzueignen, kann nur über die schriftliche Form effektiv erfolgen. Durch das intensive Lesen und schreiben eines Textes ist die Merkfähigkeit und der Lerneffekt am höchsten. Gute Leser sind also bessere Lerner, haben eine größere Allgemeinbildung und dadurch mehr Vorteile in der Schule und im späteren beruflichen Leben.

Lesefähigkeit eröffnet nicht nur in Büchern und Zeitschriften neue Welten. Auch die eigene Umwelt kann durch die Fähigkeit, Buchstaben zu entziffern, aktiver und selbstständiger wahrgenommen werden. Fast alle visuellen Reize in unserer Umwelt sind an unsere Schrift gekoppelt. Lesen erhöht die eigene Bewegungsfreiheit. Straßenschilder, Busfahrpläne und viele Dinge des Lebens können nur mit der Fähigkeit des Lesens gemeistert werden. Wer lesen kann hat die Möglichkeit, sich überall auch ohne Hilfe zu Recht zu finden. Lesen verändert dadurch auch das eigene Verhalten. Je selbstständiger sich ein Mensch bewegt, umso mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit kann er aufbauen.

Lesen ist also mehr als das »mühsame Entschlüsseln« von Buchstaben. Ganz nach dem Motto »früh übt sich« kann auch bei der Leseförderung nicht früh genug angefangen werden. Lesen Sie Ihren Kindern – am besten aus diesem Buch – vor und versuchen Sie dabei, die Begeisterung für eine der schönsten Beschäftigungen in ihm zu wecken…

Bernd M. Schmid (Finanz Punk)


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