»Das Heilige Gesetz des Mitgefühls!«

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Dieses Gesetz ist für die Menschen am leichtesten zu verstehen. Trotz der vielen Jahrhunderte der Gewalt und Grausamkeit, die die Menschheit geschaffen hat, gab es immer einen harten, starken Kern von Abakkanern, die nach diesem Heiligen Gesetz des Mitgefühls handelten – und es wird sie immer geben. Diese Abakkaner sind die Pioniere, die dem Rest der Menscheit den Weg zeigen. Und diese Abakkaner haben verstanden, dass das Heilige Gesetz des Mitgefühls weniger mit Liebe und mehr mit Toleranz zu tun hat, als die meisten Menschen begreifen.

Mitgefühl wird in der Natur und im Verborgenen Königsreich als Akt des Einbeziehens definiert.

In einem üppig gedeihenden Wald gibt es zum Beispiel unzählige Planzen- und Tierarten. Und es gibt unzählige gesunde und verwesende Lebensformen. Alle sind ein Teil dieses Waldes. Die Giftschlange lebt neben dem zerbrechlichen Schmetterling. Die Fleisch fressende Pflanze wächst neben der schönen, zarten Orichidee. Der Wald lebt das Gesetz des Einbeziehens. Selbst wenn Blätter und Baumstämme absterben und auf den Waldboden fallen, werden ihre Körper wieder in den Wald aufgenommen. Ihr Tod ernährt den Wald. Aus dem Lebenszyklus des Waldes wird absolut nichts ausgeschlossen.

Leider haben die meisten Menschen dieses Heilige Gesetz des Einbeziehens vergessen. In jeder Zeit, in jeder Kultur gibt es Menschen, die gehasst oder ausgeschlossen werden, weil sie anders aussehen oder anders empfinden oder anders riechen, weil ihre „Schale“ am Verwesen ist – der „Waldboden“ der Menschen nimmt seine Körper nicht wieder in sich auf. Bei uns Menschen werden diese Leute in Gefängnisse und Krankenhäuser, in die grauen Straßen der Slums und in die Gosse abgeschoben. All das ist ein Akt des Ausschließens – und Ausschluß ist das Grundprinzip des Hasses.

Darum bitten Dich die Abakkaner: Beginne Dinge und Wesen in Dein Leben einzubeziehen. Versuche nicht, alles und jeden zu lieben (diese Idee ist inzwischen schon so abgedroschen, dass die meisten Menschen unbewusst vor dem Wort Liebe zurückschrecken). Beginne einfach die Menschen und die Dinge, die Du ausschließt, anzuschauen und Dich auszudehnen, als seist Du selbst der ganze Wald und als seinen sie einfach nur eine Pflanze oder ein verfaulendes Blatt. Lasse sie im Reich des Waldes leben. Gestatte ihnen, in Deinem Schatten zu existieren, sich an Deinem gesunden, kräftigen Baumstamm zu lehnen. Das bedeutet nicht, das Du jetzt alles und jeden umarmen musst (die Maus ist sich der Existenz der Schlange wohl bewusst. Sie akzeptiert sie zwar, hält sich aber trotzdem in wachsamer Entfernung von ihr).

Es bedeutet einfach nur, dass Du eine Haltung des Einbeziehens einnehmen sollst. Beginne das auch mit Deinen eigenen Eigenschaften zu tun. Was gibt es an Dir selbst, was Du hasst oder ausschließt? Fange an, diesen Dingen zu erlauben, in Deinem Wald zu leben…

»Die Natur – die zärtlichste aller Mütter – is mit keinem ihrer Kinder ungeduldig.« Emily Dickinson

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