LIVE FREE OR DIE!

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Ein kleines amerikanisches Märchen – oder doch eine wahre Geschichte? – zum Abschluss, dass im Anschluss an den »Willy Lynch Letter« und »Die Neue Weltordnung« besser nicht passen könnte! Wir wollen hoffen, dass es sich hierbei tatsächlich um ein Märchen handelt und in Deutschland oder einem anderen Land sich so nicht wiederholt:

Es war einmal das FBI, das einem Ehepaar mit Panzerfahrzeugen und Hubschraubern auf den Leib rückte und diese zum Zahlen der Steuern zu zwingen. Doch mittlerweile sind die beiden zu Helden des Widerstands gegen den gierigen Staat geworden.

Mit der Waffe im Anschlag und dem abgerichteten deutschen Schäferhund an der Leine trotzen sie der Staatsmacht. Auf den ersten Blick erscheinen Elaine und Ed Brown aus Paintfield (New Hampshire) eher geeignet für eine Runde Bridge unter Rentnern, als für ein Remake von Bonnie und Clyde.

Wenn die nette Zahnärztin und ihr biederer Mann mit dem grauen Schnauzer sich jedoch in Rage reden, dann verfluchen sie korrupte Richter und die Regierung der U.S.A. und schwören: »Nur über unsere von Kugeln durchsiebten Leichen wird uns der Staat bestehlen können!«

Seit einem halben Jahr verharren sie nun in ihrem befestigten Haus und sind fest entschlossen, niemals die jeweils fünfjährige Haftstrafe anzutreten, zu denen sie der Staat verurteilt hat. Der Grund der Verurteilung war die Verweigerung der Zahlung von Einkommensteuer für die Jahre 1996 bis 2003 in Höhe von insgesamt 226.000$ (Zweihundertsechsundzwanzigtausend US-Dollar).

Beide sagen, dass es kein fair beschlossenes, geltendes Gesetz gibt, das sie zwingen könnte, auf ihr Arbeit Steuern zu bezahlen. Die Verfassung der U.S.A. und Urteile des obersten Bundesgerichts bestätigen dies sogar. Steuern bezahlen bedeutet, das Schicksal der Versklavung zu akzeptieren, zumal im freisinnigen New Hampshire das Lebensmotto gilt:

»Live free or die!«

Ed Brown fordert sogar: »Zeigt uns das Gesetz und wir bezahlen sofort!«

Und gerade weil sie auf diese Forderung keine Antwort erhalten, warten Elaine und Ed Brown auf den Märtyrertod durch die US-Marshalls. Früher oder später werden diese ihr Haus stürmen…

Sie warten bereits seit vielen Wochen auf den Angriff. Den Revolver im Anschlag, die Bibel griffbereit und den Schäferhund bei Fuß. Manche, bis an die Zähne bewaffnete Bewunderer und Bodyguards lümmeln wartend auf der Veranda herum und andere Sympathisanten versorgen sie mit Lebensmitteln, Munition und anderen für Belagerungen nützlichen Vorräten. Seit ein paar Wochen haben die Belagerer des FBI nämlich den Strom abgestellt und Internetzugang, Telefon, Handy, Fernsehen und die Postzustellung unterbrochen.

Die Browns aber sind nicht nur autonom, sondern autark. Das riesige, abgelegene Grundstück verfügt über Solarzellen, Satellitenschüssel, Notstromversorgung und einem Wachtrum mit 360-Grad-Blick. Meist blockieren Trucks ihrer Anhänger die Einfahrt, an der ein Schild warnt:

»Not friendly! Go, go away!«

Und so müssen sich Besucher, die sich schließlich nicht telefonisch anmelden können, ihre Fahrzeuge patriotisch beflaggen und dem Anwesen langsam nähern, damit sie von den Browns und ihren bewaffneten Anhängern nicht für Abgesandte der US-Regierung gehalten werden… »Die Burg der Browns« ist mittlerweile zu einer Pilgerstätte für jene Amerikaner geworden, die noch an den amerikanischen Traum – in Freiheit zu leben – glauben und so sind es mittlerweile ungefähr fünfhunderttausend Amerikaner, die sich weigern, Steuern zu bezahlen und mit Waffen oder ihren Anwälten gegen die angebliche Willkür Washingtons kämpfen. Vor Gericht übrigens seit gut einhundert Jahren ohne Erfolg.

Aber Elaine und Ed erklären: »Wir kämpfen für Euch! Für Euer Land! Es geht uns nicht nur um die Steuern, sondern wir werden lieber kämpfend sterben, als in der Versklavung zu enden!«

Bernd M. Schmid (Finanz Punk)


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