»Ihr Gold bei der Bank ist weg! ABN AMRO enteignet Kunden!«

Holland sehen: Nun, wenn sie ihr Gold nicht gerade bei der besagten Bank lagern, dann könnten sie gerade noch einmal Glück haben. Für die Goldeigentümer bei dieser Bank allerdings ist inzwischen alles zu spät. Sie Bank hat jetzt das Kleingedruckte in ihren Geschäftsbedingungen bemüht und den Kunden mitgeteilt, dass sie physisch kein Gold mehr zu sehen bekommen. Sie zitieren gemäß der Vereinbarungen nur ihr Recht, stattdessen kleine bunte Zettelchen dafür auszugeben. Dies bedeutet, die Kunden bekommen den Geldwert für das Gold, aber eben kein Gold mehr. Das ist ein Novum und darf durchaus als ernstes und ungutes Vorzeichen verstanden werden.

Und nicht nur das Gold, generell Edelmetalle!

Die ABN AMRO gehört zu den größeren Fischen im Geld-Hai-Becken und ist dazu die größte Bank in den Niederlanden. Da kann so eine Maßnahme nicht gänzlich unbedeutend sein. Die perfekte Osterüberraschung für alle Edelmetall-Kunden sozusagen. Die Bank teilte ihren Edelmetallkunden in einem Schreiben wie selbstverständlich mit, dass die physische Auslieferung von Edelmetallen ab dem 1. April 2013 nicht mehr möglich sei.

Dies soll dann nicht nur für Gold gelten, sondern auch für alle anderen Edelmetalle wie Silber und Platin. Was aufgrund des Datums seiner Wirksamkeit zunächst aussieht, als könne es doch noch ein güldener Aprilscherz sein, ist aber tatsächlich bitterer Ernst der ABN. Wer des Holländischen mächtig ist, der kann sich hier ein solches Schreiben einmal ansehen.

Natürlich darf auch die Beruhigung der Kundschaft in einem solchen Schreiben nicht fehlen und die bestand darin, dass doch das Gold (und andere Edelmetalle) bei der ABN sicher aufgehoben sind. Der einzige Unterschied sei halt nur, dass es nicht mehr ausgeliefert werde. Dafür erhalten die Kunden aber den aktuellen Tageskurs in Geld ausbezahlt.

Ob dies jetzt auch den Willen und die Bedürfnisse der Kundschaft widerspiegelt, danach wurde nicht gefragt. Wenn jemand physisch Gold kauft und es bei der Bank aus Gründen der Sicherheit einlagert, dann hat derjenige meist eine andere Vorstellung davon, aber mit Sicherheit nicht die, nur noch bunte Zettelchen dafür zu bekommen. Bis zum Erhalt dieses Briefes war es auch eine gängige Vorstellung, dass man sich seine Edelmetalle jederzeit aushändigen lassen kann. Auch wenn die Rechnung für den Moment noch aufgehen mag, bezüglich des eigentlichen Willen des Kunden ist es jetzt schon eine Enteignung. Ob es ihm gelingen wird für das Bargeld eine adäquate Sicherheit wieder zu erlangen, ist höchst fraglich.

Was sollte der Edelmetallkunde daraus lernen?

Wenn sich also in diesem Falle die ABN auf das „Kleingedruckte“ in ihren Geschäftsbedingungen beruft, nach denen sie jederzeit das Recht hat, statt Gold (Edelmetalle) Geld zu liefern, dann muss jeder der in einem ähnlichen Verhältnis zur Bank seines Vertrauens steht, sich alsbald das Kleingedruckte etwas genauer anschauen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Geschäftsbedingungen der Banken europaweit ziemlich ähneln.

Die Konsequenz daraus scheint eine Analogie zum zyprischen Bargeldstopp der vergangenen Woche zu werden. Da konnte man am Geldautomaten rütteln was man wollte, es gab einfach keine Knete. Dies von einem Tag zum anderen. Damit relativiert sich unbedingt die Goldposition, wenn die Verfügbarkeit in dieser Weise eingeschränkt werden kann. Das Ergebnis wird sein, dass vermehrt Betten zusammenkrachen, weil das künftig unter dem Kopfkissen zu lagernde Gold, neben dem Geld, unter Umständen doch das zulässige Gesamtgewicht für Schlafkonstruktion übersteigt.

Es darf mehrfach orakelt werden!

Die Maßnahme selbst löst natürlich weitergehende Spekulationen aus, ob die Bank das Gold, welches sie für Kunden angeblich kaufte, auch tatsächlich jemals erworben hat. Oder vielleicht auch nur teilweise, um geringere Anforderungen jederzeit bedienen zu können. Dazu kann man wunderbare Berechnungen anstellen, wie sich da eine Bank über Jahrzehnte eine helle Freude mit dem Geld bereitet hat und jetzt nur noch legale Nachsorge betreibt.

Weiterhin sollten jetzt alle Alarmsignale anspringen. Wenn eine Bank dies schon offiziell ihren Kunden mitteilt, dann könnte das dickere Ende schon erheblich näher sein als wir es heute vermuten möchten. Warum sollten die Banken künftig noch werthaltiges Edelmetall herausrücken, wenn sie bunte Zettelchen dafür verteilen können. Das riecht förmlich nach einem Zusammenbruch des Geldsystems. Dazu darf man wissen, dass die Banken hier einen deutlichen Informationsvorsprung gegenüber der Kundschaft haben.

Woher kennen wir nur dieses Szenario? Ein Blick in die Geschichtsbücher ist da hilfreich. Wenn bei den letzten Zuckungen des Geldsystems, so zirka alle drei Generationen passiert dies ja, die Inflation zu galoppieren beginnt, dann helfen die Scheinchen auch nicht mehr. Die reichen im Zweifel eine Woche später nicht einmal mehr für ein satt machendes Frühstück mehr.

Nimmt man jetzt noch die Erkenntnis hinzu, dass viele Notenbanken vermehrt auf Gold (und andere Edelmetalle) setzen und ihre Reserven in diese Richtung stark ausbauen, dann darf man auch davon ausgehen, dass bei diesen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis zu verzeichnen ist und sie dem System doch nicht mehr so recht über den Weg trauen. Sieht alles danach aus, als könnte der Goldpreis alsbald durch die Decke schießen. Ist aber nach einem System-Reset unbedingt eine solide Grundlage, sofern man denn Zugriff darauf hat.

Aber vielleicht muss der geneigte Goldkunde, sofern er sein edles Metall doch noch gerade so eben physisch retten kann, auch einmal einen Blick in die aktualisierten Notstandsgesetze riskieren. Alle gut und fein säuberlich registrierten Goldkunden sollten dies tun. Nicht dass dann schon wieder irgendwelche „Staatlichen“ an der Türe klingeln und nach Gold fragen, welches sie jetzt gerne für den Staat einsammeln möchten. Es ist einfach ein Laster mit dem Zaster, nirgendwo findet der Goldjunge heute noch seine Ruhe und die Enteignung lauert überall.

Quelle: http://qpress.de

Suisse-Gold

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